: Protest an Uni
Flashmob Studierende gegen Konkurrenzdruck
Mit Federn gegen das System: Studierende der drei Berliner Universitäten wollen heute mit einer Kissenschlacht gegen den Wettbewerbsdruck an Hochschulen protestieren. Die Kundgebung findet vor der Grimm-Bibliothek der Humboldt-Universität statt. Initiiert wurde sie von der linken FU-Hochschulgruppe la:iz, der Linken Liste der TU und der Partei der HU.
„Die Unis konkurrieren um Fördergelder und die Mittel der Exzellenzinitiative“, kritisiert der Student Ben Brügger, Mitglied von la:iz. „Darunter leidet die Lehre, weil die Kriterien der Exzellenzinitiative eher auf Forschung angelegt sind“, so Brügger.
Auch die Studierenden würden in harter Konkurrenz zueinander stehen. „Das geht so weit, dass Seiten in Bibliotheksbüchern geschwärzt werden, damit Kommilitonen sie nicht mehr lesen können.“ Dieser Wettbewerb führe zu einem unkollegialen und unsolidarischen Klima an der Uni.
Dagegen wollen die Studenten auf ironische Weise protestieren: Sie rufen zur „deutschen Meisterschaft im Ellenbogen-Lernen“ auf, frei nach dem Motto „Jeder für sich“, erzählt Brügger. „Die Kissenschlacht verstehen wir als partizipative Protestform.“ Die Hochschulgruppen von HU, TU und FU erwarten weit über 50 Teilnehmer.
Die Aktion beginnt um 15 Uhr in der Geschwister-Scholl-Str. 1/3, 10117. Kissen sollte man selbst mitbringen. Leonie Schlick
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