: Politik – in den märkischen Sand gesetzt
Nachdem die DDR wegen der Notstandsgesetze einige „Transit-Schikanen“ eingeführt hat, protestiert Bonn aufs heftigste, bringt dann aber ein Notopfer Berlin: Es reduziert die Bundestagsausschuß-Sitzungen in der Frontschwein-Stadt. Heute passiert wegen der Nörgelei der DDRler dasselbe, nur umgekehrt: Die Zahl der Ausschuß- Sitzungen in Berlin wird ständig erhöht (um den Ostgoten das Gefühl zu geben, man kümmere sich um sie quasi vor Ort). In der Peking Rundschau, die regelmäßig die westdeutsche Apo lobt, wird – erstmalig – die „Wiedervereinigung“ der Studentenbewegung als Aufgabe anheimgestellt. Was nicht ganz falsch ist: Rudi Dutschke hatte tatsächlich an diesem „Problem“ rumgedacht – bis hin zu einem Netz von Volksküchen in der ungeteilten Stadt. Die jetzt überall entstandenen „Schnäppchen-Märkte“ hätten ihm sicher gefallen: Eine Kette hat man extra nach ihm benannt: „Rudis Resterampe“.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen