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„Piatto“ sagt aus

Der frühere V-Mann „Piatto“ gilt als wichtigster Zeuge im NSU-Ausschuss des Potsdamer Landtags

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen hat der NSU-Untersuchungsausschuss des Potsdamer Landtags am Montag den früheren V-Mann „Piatto“ vernommen. Der einstige Zuträger des Brandenburger Verfassungsschutzes berichtete, er habe sich Anfang der 1990er Jahre in der Untersuchungshaft der Behörde angedient, weil er aus der rechten Szene aussteigen wollte. Es sei ihm um einen Schlussstrich und eine Teilwiedergutmachung gegangen, sagte „Piatto“, der im Ausschuss mit seinem bürgerlichen Namen Carsten Szczepanski angesprochen wurde. An wichtige Einzelheiten konnte er sich aber nicht mehr erinnern. „Piatto“ schilderte, wie er sich Ende der 1980er in Westberlin der rechten Szene anschloss. Er habe Kontakt zum rechtsterroristischen Ku-Klux-Klan in den USA aufgenommen. Heute lebt der frühere V-Mann in einem Zeugenschutzprogramm. Die Vernehmung erfolgte in einem Raum nur mit ihm und den Ausschussmitgliedern. Journalisten und die Öffentlichkeit konnten die Vernehmung über Lautsprecher in einem anderen Raum verfolgen. (dpa)

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