Pfleger*innenmangel in Heimen: 40 Minuten mehr am Tag

Pflegeheime brauchen mehr Personal, um die Menschen würdig zu versorgen – das bestätigt ein Gutachten. Doch die Umsetzung verzögert sich.

Eine ältere Frau sitzt in einem Pflegeheim in ihrem Rollstuhl vor einem Tisch.

Personalmangel: „Für Gespräche ist oft zu wenig Zeit da“, sagt Pflegeökonom Heinz Rothgang Foto: Marcel Kusch

BERLIN taz | Es ist Alltag in Tausenden von Pflegeheimen: Die demenzkranke Dame sitzt am Abend teilnahmslos vor ihrem Teller mit klein geschnittenem Brot, einer Schale Grießbrei und einer Tasse mit Kräutertee. Eigentlich müsste eine Pflegerin sie jetzt ermuntern, ein paar Brotstücke zu nehmen, und sie anleiten, den Löffel zu ergreifen, mit Grießbrei zu füllen und zum Mund zu führen.

Aber die Pflegerin im Dienst muss noch neun weitere BewohnerInnen in der Spätschicht versorgen. Sie spricht kurz mit der Dame, füttert sie mit ein paar Löffeln Grießbrei und hält ihr die Tasse Tee an den Mund, die Bewohnerin nimmt einen Schluck.

„Für die Anleitungen und für Gespräche ist oft zu wenig Zeit da“, sagt der Bremer Pflegeökonom Heinz Rothgang, der solche Beispiele gut kennt. Rothgang hat im Auftrag der Pflegekassen, Sozialhilfeträger und Berufsverbände und im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Gesundheit eine umfassende Studie zum Personalmehrbedarf in Pflegeheimen erstellt. Laut dem Pflegestärkungsgesetz II sollte dieses „wissenschaftlich fundierte Verfahren“ zur „einheitlichen Bemessung des Personalbedarfs“ in Heimen bis zum 30. Juni 2020 „entwickelt und erprobt“ sein. Doch davon kann nicht die Rede sein.

Ein Zwischenbericht der Studie wurde bereits vor Monaten vorgestellt, doch der Abschlussbericht kreist noch durch die Abstimmungen mit Kassen, Sozialhilfeträgern und Branchenverbänden. Das Gutachten werde derzeit noch „beraten“, sagt eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums. Einen konkreten Zeitplan könne man nicht übermitteln.

99 Minuten pro Person am Tag

Die Voraussetzungen für eine Pflegereform haben sich durch Corona verschlechtert. Die Beitragseinnahmen der Kranken- und Pflegekassen sind durch die Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit wegen der Covid-19-Prävention gesunken, während die Gesundheitsausgaben stiegen. Überall in der Wirtschaft wird nach staatlicher Hilfe gerufen. „Das Risiko besteht, dass die Pflegereform aufgrund der schlechten Einnahmesituation wegen Corona hinten anstehen muss“, sagt Rothgang.

Dabei hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch bei Vorstellung der „Konzertierten Aktion Pflege“ erklärt: „Pflege muss wieder attraktiver werden. Das geht nur mit mehr Personal.“

Rothgang und seine MitarbeiterInnen haben den Personalmehrbedarf genauer errechnet. Sie schickten ForscherInnen in 62 ausgewählte Pflegeheime, die das Personal im Alltag genau beobachteten. Sie registrierten und dokumentierten, welche Unterstützungen aufgrund des Zeitmangels nicht geleistet werden konnten, obwohl sie eigentlich zu den in der Studie genannten pflegerischen Zielen gehörten, die „Unabhängigkeit und das Wohlbefinden“ der Pflegebedürftigen zu erhalten, zu erlangen oder wieder zu erlangen.

Im Schnitt stehen laut Studie pro BewohnerIn am Tag etwa 99 Minuten an Pflegezeit zur Verfügung. Den Pflegezielen entsprechend müssten aber im Schnitt 141 Minuten am Tag an Pflegezeit aufgewendet werden, ergab die Studie. Darin enthalten ist ein gutes Viertel an „indirekten“ Tätigkeiten, wozu organisatorische, hauswirtschaftliche und andere nicht personengebundene Tätigkeiten zählen.

„Ein Dschungel“

Der Personalmehrbedarf sollte laut Zwischenbericht vor allem durch Assistenzkräfte gedeckt werden, also durch PflegerInnen, die nur eine ein- oder zweijährige Ausbildung haben. Den Abschluss als „examinierte“ Pflegekraft bekommt man hingegen erst nach dreijähriger Ausbildung. Diese Zuweisung an Assistenzpersonal sei „äußerst kritisch zu sehen“, urteilt Christel Bien­stein, Präsidentin des Berufsverbandes DBfK. Die Fachkraftquote, dass nämlich 50 Prozent des Personals in Pflegeheimen „Examinierte“ mit dreijähriger Ausbildung sein müssen, würde damit aufgehoben.

Heute haben die Pflegeheime schon die größten Probleme, diese Fachkraftquote einzuhalten, da es an Examinierten mangelt. „Die Fachkraftquote ist in den 90er Jahren einmal festgelegt worden, um ein Signal zu setzen, dass die Qualität in der Pflege gesichert sein muss. Sie ist aber nie wissenschaftlich überprüft oder belegt worden“, sagt Stefan Görres, Alters- und Pflegeforscher in Bremen. Die vergleichsweise geringe Zahl der Examinierten auf dem Arbeitsmarkt stellt die Heime vor große Probleme. „Manche Heime müssen Abteilungen schließen, weil sie die Fachkraftquote sonst nicht sicherstellen können“, schildert Görres.

Unter den Assistenzkräften herrscht wiederum eine Vielfalt an Ausbildungen, teilweise unterschiedlich in den Bundesländern. „Das ist ein Dschungel“, sagt Görres. So gibt es HelferInnen, die nur einen Grundpflegekurs von 200 Stunden absolviert haben, dann MitarbeiterInnen mit einer einjährigen Ausbildung als AltenpflegehelferIn oder einer mindestens zweijährigen als Gesundheits- und PflegeassistentIn. Es ist eher möglich, auf dem Arbeitsmarkt PflegehelferInnen zu finden als examinierte Fachkräfte, zeigt sich in den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit. Die Ausbildungsgänge zur examinierten Alten- oder KrankenpflegerIn wurden seit dem 1. Januar 2020 in eine dreijährige generalistische Pflege-Ausbildung mit Examen zusammengelegt.

Mehr Personal kostet mehr Geld. Würde man die Zahl der Beschäftigten in Pflegeheimen von derzeit rund 760.000 Menschen nur um 20.000 Vollzeitkräfte aufstocken, so würde das bei tariflich bezahlten PflegehelferInnen mit einjähriger Ausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung, die etwa 2.800 Euro brutto im Monat verdienen, 870 Millionen Euro im Jahr zusätzlich kosten.

Der Handlungsdruck steigt

Das Geld kann nur durch höhere Beiträge zur Pflegekasse, durch Steuermittel oder über die Eigenanteile der BewohnerInnen zusammenkommen. Die SPD-Bundestagsfraktion hat den Vorschlag gemacht, die Eigenanteile der Pflegebedürftigen zu deckeln und einen Steuerzuschuss für die Pflegekosten zu gewähren. Doch um zusätzliche Steuermittel konkurrieren viele Unternehmen, Selbstständige, Städte und Gemeinden.

In der Pflege allerdings steigt der Handlungsdruck. Denn inzwischen geht es nicht mehr allein darum, die Pflegequalität für die BewohnerInnen zu verbessern, sondern den Pflegeberuf so attraktiv zu gestalten, dass sich überhaupt noch genug Personal dafür findet.

„Die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung ist nicht mehr flächendeckend gegeben“, sagt Herbert Mauel, Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). Heute könne, wer etwa eine Kurzzeitpflege oder einen Platz in einem Pflegeheim suche, sieben oder acht Absagen bekommen, bevor man endlich einen Platz finde. Pflegeheime führen zum Teil lange Wartelisten. Die Tatsache, dass heute Familienangehörige oft pflegerische Arbeiten ausführen, für die sie keine gelernten Kräfte in den ambulanten Diensten mehr finden, zeigt den Mangel. Überall fehlt Personal, während gleichzeitig die Zahl der Pflegebedürftigen zunimmt.

Der Pflegeschlüssel in den Heimen allein sagt aber noch nicht alles aus über die Zufriedenheit des Pflegepersonals. Umfragen hätten ergeben, dass in Mecklenburg-Vorpommern, wo der Pflegeschlüssel eher niedrig ist, sich die Beschäftigten trotzdem zufriedener zeigten als in Bayern, wo der Pflegeschlüssel vergleichsweise hoch ist, sagt Mauel.

„Liebevoll und wertschätzend“ oder „lieblos und unwürdig“

In der Rothgang-Studie berichten die ForscherInnen, dass die Stimmung in den Heimen und der Umgang mit den BewohnerInnen sehr „heterogen“ sei, teilweise „liebevoll und wertschätzend“, aber eben auch „lieblos und unwürdig“. Das hängt offenbar nicht nur mit den Personalschlüsseln zusammen. Die Verlässlichkeit eines Dienstplanes und der freien Tage sei für die Beschäftigten sehr wichtig, erklärt Mauel. „Wenn eine Pflegekraft weiß, dass sie jedes zweite Wochenende frei hat, dann erhöht das die Attraktivität des Berufes.“

Dass man bei Krankheitsausfällen der KollegInnen früh am Morgen von der Pflegedienstleitung angerufen wird und dann einspringen muss, obwohl man einen freien Tag hat, sorgt für Unzufriedenheit vieler Pflegekräfte. Zeitarbeitsfirmen werben um examinierte Kräfte auch damit, dass die Arbeitszeiten verlässlich im Vorhinein vereinbart werden.

„Es müsste Pools geben in den Einrichtungen mit Vertretungskräften, ­womit man dann beispielsweise Krankheitsausfälle ausgleichen könnte“, sagt Mauel. Ständig „aus dem Frei“ geholt zu werden in einem Beruf, der ohnehin Schichtarbeit verlangt, das sorgt bei den Beschäftigten für extra Stress und ein Gefühl mangelnder Wertschätzung.

Doch jede Verbesserung, um den Pflegeberuf auch für Jüngere attraktiv zu machen, wird nicht ohne höhere Kosten möglich sein. Ob diese Kosten dann von den Pflegebedürftigen und ihren Familien getragen werden müssen und damit das Pflegerisiko zum individuellen biografischen Risiko wird oder ob man die Versichertengemeinschaft oder die Steuerzahler damit belastet, das ist die politische Frage.

Görres erinnert sich noch an die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als die Grauen Panther mit rotbefleckten Bettlaken gegen die Zustände in Pflegeheimen protestierten, in denen es damals noch Acht-Bett-Zimmer gab. Die „Abschiebung“ ins Heim galt damals als eine Art Höchststrafe. Heute sollen die stationären Einrichtungen akzeptierte Alternativen sein zur familiären Versorgung, die die Töchter und Schwiegertöchter wegen der eigenen Berufstätigkeit nicht mehr leisten können und wollen. „Da gibt es auch kein Zurück mehr“, sagt Görres.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. In den vergangenen Monaten beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Ab wann Spiele wieder vor Publikum stattfinden, ist noch nicht klar.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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