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Nicht feinfühlig

■ betr.: „Polizeieinsatz an der FU“, „Demokratieunfähig“, taz vom 19. 5. 95

Ute Scheub rät uns zwar, mal nachzuzählen, wieviel Tassen bei uns noch im Schrank stehen, behauptet aber umstandslos, der Vortrag Duesbergs wäre abgebrochen worden – mitnichten, meine Liebe!

Duesberg hielt seinen Vortrag zu Ende und riet in dessen Verlauf unter anderem vom Gebrauch von Kondomen ab – Aids würde nicht durch HIV hervorgerufen, deshalb sei auch nicht Schutz vor Ansteckung angesagt, sondern der richtige Lebenswandel: keine Drogen, kein gleichgeschlechtlicher Sex, und immer schön positive Farben tragen, sonst steht man plötzlich mit der tödlichen Krankheit da. Es kam im Verlauf der Veranstaltung ebenfalls dazu, daß „geheilte“ Frauen mit ihren Kindern auf dem Arm aufstanden und berichteten, wie sie dank Duesbergs Anleitungen zum richtigen Leben von Aids gesundeten. Herzlichen Glückwunsch!

Es war nicht geplant gewesen, die Veranstaltung zu sprengen, es sollte lediglich ein Flugblatt verlesen werden – leider reist Herr Duesberg nicht ohne eine beträchtliche Anzahl Bodyguards, die sofort die Megaphone zerstörten und eine Prügelei anfingen – erst daraufhin eskalierte die Situation. Aber das nimmt die taz halt nicht so genau. Christina Kaindl, Mitarbeiterin

im Hochschulreferat und Vor-

sitzende des Asta-FU; Barbara

Fried, Internationalismus-

referentin des Asta-FU

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