Neue Batterien von Tesla für E-Autos: Billiger und weiter

Tesla-Gründer Elon Musk will Elektroautos günstiger anbieten und setzt dabei auf eine neue Batterietechnik. Die Börse überzeugt das nicht.

Tesla-Fahrzeuge stehen an Ladestationen

Bessere Batterien sollen für weniger Wartezeiten an den Ladestationen sorgen Foto: Manuel Geisser/imago

BERLIN taz | Tesla-Chef Elon Musk will die beiden größten Probleme angehen, die Elektroautos bislang auf dem Markt haben: Ihre Batterien sind zu teuer in der Herstellung und (im Vergleich zum Erdöl im Verbrennungsmotor) weniger leistungsfähig. Innerhalb der nächsten drei Jahre will der kalifornische E-Autokonzern deshalb eine neue Batterie entwickeln, in der Graphit durch Silizium ersetzt, der Nickelanteil stark erhöht und der Kobaltanteil deutlich reduziert werden soll.

Das Übergangsmetall Kobalt stammt bislang zu rund 60 Prozent aus dem Kongo und wird dort zum Teil im Kleinbergbau gewonnen, in dem es kaum Arbeitsschutz gibt und mitunter auch Kinder arbeiten müssen. Zudem wird der dortige Kobaltbergbau mit der Finanzierung von Konflikten in Verbindung gebracht. BMW hatte deshalb kürzlich angekündigt, Kobalt für den Ausbau seiner E-Flotte künftig nicht mehr aus dem Kongo, sondern aus Marokko und Australien zu beziehen.

Auf Teslas „Batterietag“ am Firmensitz in Fremont hatte Musk am Dienstag angekündigt, die Reichweite der Batterien um 54 Prozent zu erhöhen, ihre Herstellungskosten zugleich um 56 Prozent zu senken. Die neuen Batteriezellen sollen anfangs in einer neuen Montagelinie nahe Fremont produziert werden. Musks Ziel ist es, die Aufwendungen für Batterietechnik und Herstellung insgesamt zu halbieren, um Autos zu einem Preis von 25.000 Dollar (rund 21.000 Euro) verkaufen zu können. Analysten äußerten sich teils skeptisch, teils beeindruckt von den Details zur Batterietechnik.

Die Tesla-Aktien allerdings verloren nach den Ankündigungen stark an Wert – der Auto­bauer ist jetzt an der Börse 50 Milliarden Dollar weniger wert.

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