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Nachruf Knuts Pfleger DörfleinDer Star hinter dem Bären

Jeder fand ihn sympathisch und jeder kennt ihn: Thomas Dörflein. Nicht nur wegen seines markanten Äußeren, sondern weil er ein Star war, der keiner sein wollte.

Jeder fand ihn sympathisch und jeder kennt ihn. Nicht nur wegen des markanten Äußeren, wegen des Vollbarts, der schwarzen, zu einem Zopf gebundenen Haare und des ewiggleichen schulterfreien T-Shirts. Nein, die Popularität von Knut-Ziehpapa Thomas Dörflein erklärt sich wohl auch daraus, dass er kein Star sein wollte. Fernsehpreise hat er abgelehnt, bei Günther Jauch wollte er nicht im Fernsehstudio sitzen, mit Interviews und überhaupt mit Worten hat er gespart. Und jetzt droht ihm der Diana-Effekt.

Am Montag starb der 44-Jährige überraschend an einem Herzinfarkt, der Notarzt konnte ihn nicht mehr retten. Dörflein hat womöglich mehr für das Image Berlins getan, als es Politiker oft in Jahren vermögen: Die Bilder seiner Auftritte mit Eisbärenkind Knut sorgten weltweit für Entzückung. Genauso groß ist nun die Trauer: "Bestürzung" war das Wort, das am Dienstag wohl am häufigsten über die Ticker der Agenturen lief. Klaus Wowereit kondolierte der Mutter und erklärte, Berlin habe einen Sympathieträger verloren, Umweltminister Sigmar Gabriel (und Pate von Knut) reagierte betroffen. Der RBB zeigte am Abend einen Knut-und-Dörflein-Film. Vor dem Zoo legten die Dörflein-Fans Kränze und Blumen nieder. "Er hat Knut ohne Selbstsucht und Starallüren aufgezogen. Einige Politiker sollten sich ein Beispiel an ihm nehmen - ein Mensch wie du und ich", schrieb ein Besucher ins Online-Kondolenzbuch (www.zoo-berlin.de). "Schade um ihn." PEZ, PLU F.: AP

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