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Nach mutmaßlichen ÜbergriffenFrankfurter Grünen-Chef tritt zurück

Daniel Frank soll Personen auf einer Party unangemessen berührt haben. Details sind unklar, die Partei will schnell für Transparenz sorgen.

Frederik Eikmanns

Aus Berlin

Frederik Eikmanns

Der Co-Vorstandssprecher der Frankfurter Grünen, Daniel Frank, ist zurückgetreten. Wie der Parteiverband am Mittwoch in einer Pressemeldung mitteilte, soll Frank auf einer Party andere Parteimitglieder in „unangemessener Form“ berührt haben. Er sei demnach betrunken gewesen und habe sich auch unangemessen geäußert. Auch der Beschuldigte selbst wird zitiert: „Ich bedauere mein Fehlverhalten sehr und bitte aus tiefstem Herzen um Entschuldigung.“

Die Co-Vorstandsprecherin des Parteiverbands, Julia Frank (nicht verwandt mit dem Beschuldigten), bestätigte die Geschehnisse gegenüber der taz. Der Rücktritt des 37-jährigen Beschuldigten sei „gut und richtig“.

Erste Hinweise auf Fehlverhalten habe es demnach am Montag gegeben, es gehe um mehrere Vorfälle auf einem „Zusammentreffen im Parteiumfeld“. Weitere Details zu den Vorwürfen nannte Julia Frank nicht. Der Parteiverband wolle nun „transparent aufklären“, die Aufarbeitung solle „von außen begleitet werden“.

Julia Frank und der nun zurückgetretene Daniel Frank waren erst im Juni zu Co-Vorstandssprechern gewählt worden. Vorerst übt Julia Frank das Amt nun allein aus, am 4. Dezember soll ein neuer Co-Vorstandssprecher gewählt werden.

Bei den Kommunalwahlen in Frankfurt im März 2021 waren die Grünen stärkste Kraft geworden. Seit September regiert die Partei in der Stadt zusammen mit SPD, FDP und der neuen paneuropäischen Partei VOLT.

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