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Nach Verbot in FloridaStädte wollen Regenbogen-Fußgängerüberwege retten

Gemeinden im US-Bundesstaat Florida müssen die bunten Zebrastreifen, ein Symbol für LGBTIQ+-Rechte, in wenigen Tagen entfernen – sonst drohen Millionenstrafen.

AP | – Kurz vor Fristablauf versuchen Städte in Florida, die Entfernung von Regenbogen-Fußgängerüberwegen zu verhindern. Gemeinden in dem US-Staat wurden angewiesen, die Übergänge bis Anfang September zu beseitigen, mit denen die LGBTQ+-Gemeinde unterstützt wird. In Fort Lauderdale war für diesen Mittwoch eine Sitzung des Stadtrats geplant, um sich mit der Anordnung auseinanderzusetzen.

Der Staat Florida hat den Städten damit gedroht, Gelder in Millionenhöhe einzubehalten, sollten sie sich nicht an die Anordnung halten, die Fußgängerüberwege zu entfernen oder zu übermalen. Betroffen ist auch Straßenkunst, die Unterstützung für Schwarze zum Ausdruck bringt. Wie ein Sprecher der Stadt Tampa, Joshua Cascio, mitteilte, soll auch Kunst auf einer Straße entfernt werden, die sich für Polizisten stark macht.

In der Nacht übermalter Fußgängerüberweg in Orlando

Miami Beach hat bis zum 4. September Zeit, um einen Regenbogen-Fußgängerüberweg am Ocean Drive zu beseitigen. „Sie können nicht unseren Stolz entfernen und sie können nicht unsere Werte der Inklusion entfernen“, sagte Stadtrat Alex Fernandez der Nachrichtenagentur AP in dieser Woche. Der Zebrastreifen sei ein Symbol der Sicherheit für sowohl die LGBTQ+-Gemeinde als auch andere Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt. Bei einem Treffen des Stadtrats am 3. September will Fernandez eine mögliche Berufung gegen die Anordnung ins Spiel bringen.

Der Streit um die Fußgängerüberwege hat für Aufsehen gesorgt, nachdem ein Regenbogen-Zebrastreifen vor dem Nachtclub „Pulse“ in Orlando entfernt worden war, wo 2016 bei einem Anschlag 49 Menschen erschossen wurden. In dem Nachtclub waren Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transpersonen und queere Menschen willkommen. Der Fußgängerüberweg, der an die Opfer des Massakers erinnerte, wurde vergangene Woche mitten in der Nacht von Straßenarbeitern übermalt.

US-Verkehrsminister Sean Duffy hatte Anfang Juli angeordnet, dass die Gouverneure der US-Staaten binnen 60 Tagen festlegen müssten, welche Verbesserungen der Sicherheit, wie er es nannte, nötig seien. „Straßen sind für die Sicherheit gedacht, nicht für politische Botschaften oder Kunst“, teilte er mit.

Der Menschenrechtsaktivist Rand Hoch sieht in der angestrebten Entfernung der Regenbogen-Zebrastreifen Bemühungen der Trump-Regierung und der ebenfalls republikanischen Regierung von Florida, gegen die LGBTQ+-Gemeinde vorzugehen.

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