Nach Pkw-Vorfall in Volkmarsen: Fahrer ist in U-Haft
Die Vowürfe lauten versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung. Der Fahrer, der am Montag in einen Karnevalsumzug gefahren ist, muss in U-Haft.
Die Ermittlungen zum Motiv dauerten an, hieß es weiter. Es werde „in alle Richtungen ermittelt“. Zunächst war der Verdächtige nicht vernehmungsfähig.
Der 29-Jährige ist nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft dringend verdächtig, beim Rosenmontagsumzug in Volkmarsen sein Fahrzeug „bewusst in Tötungsabsicht in eine größere Personengruppe gesteuert zu haben“. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen wurden dabei 61 Menschen im Alter von 2 bis 85 Jahren verletzt – einige von ihnen schwer. Unter den Opfern sind 20 Kinder.
Am Dienstagabend besuchten Hunderte Menschen einen ökumenischen Gottesdienst, an dem auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Innenminister Peter Beuth (beide CDU) teilnahmen. Die Pfarrkirche St. Marien war schon lange vor Beginn des Gottesdienstes gefüllt.
Hunderte Menschen, darunter auch viele Kinder und Jugendliche, standen auf dem Kirchplatz zwischen Fachwerkhäusern und dem Rathaus. Einige Besucher hielten sich im Arm, wischten Tränen weg, Menschen beteten und sangen gemeinsam. Nach dem Gottesdienst, der über Lautsprecher nach draußen übertragen wurde, stellten Menschen Kerzen an der Kirche ab.
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