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Mit Mümmelmannsberg auf Du und Du

Mümmelmannsberg im Süd-osten Hamburgs ist mit 7.200 Wohnungen und rund 20.000 Einwohnern eine der letzten Großwohnsiedlungen, die am Stadtrand aus der grünen Wiese gestampft wurde. Die Siedlung wurde ab 1972 und in nur zehn Jahren fertiggestellt. Nur 250 Mieter aus der Gründerzeit leben heute noch in Mümmelmannsberg.

Die Schlafstadt ist kein klassisches Armutsviertel, eher ein reines Wohngebiet ohne Arbeitsplätze vor Ort. Es gibt kaum Einkaufsmöglichkeiten, die über den täglichen Bedarf hinausgehen. Soziale Infrastruktur wurde auf das absolute Minimum reduziert: Schulen und Kindergärten. Es gibt kein Kino, kein Schwimmbad, kein Bürgerhaus, keine Disco, nicht mal erwähnenswerte Kneipen.

Freizeitgestaltung läuft folglich hauptsächlich über Vereine, Schulen, Initiativen. Und die feiern am morgigen Sonntag den 25. Geburtstag ihres Stadtteils mit Theateraufführungen, Grillbuden, Musik. Um 11 Uhr ist die offizielle Eröffnung auf dem Skulpturenhof. Dort werden zu Ehren der bedeutendsten Straße im Stadtteil und des gleichnamigen Malers Wassily Kandinsky an den Fassaden der Hochhäuser zwei Riesenposter mit Kandinsky-Motiven entrollt. hh

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