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Militärjunta in MyanmarFreilassung von 7.000 Häftlingen

Die Militärjunta in Myanmar hat eine Amnestie für 7.000 Häftlinge angekündigt. Anlass ist der 75. Jahrestag der Unabhängigkeit.

dpa | Im Rahmen einer neuen Massenamnestie im Krisenland Myanmar hat die Militärjunta die Freilassung von mehr als 7.000 Gefangenen angekündigt. Anlass ist der 75. Jahrestag der Unabhängigkeit von der früheren britischen Kolonialmacht, wie das staatliche Fernsehen am Mittwoch berichtete. Ob und wie viele politische Gefangene freikommen werden, ist noch nicht nicht bekannt. Zahlreiche Familienangehörige von Häftlingen warteten seit dem Morgen vor den Gefängnissen des früheren Birma – vor allem vor dem für seine Foltermethoden berüchtigten Insein-Gefängnis in der größten Stadt Yangon (früher: Rangun).

„Bisher sind nur fünf Busse herausgekommen. Darin waren nur wenige politische Gefangene“, sagte Hnin Hnin, der selbst wegen seines Widerstands gegen die Militärjunta zeitweise in Haft war, der Deutschen Presse-Agentur. Tausende Menschen hätten sich vor den Gefängnistoren versammelt und warteten auf die mögliche Freilassung ihrer Liebsten, erklärte er.

Seit dem Militärputsch am 1. Februar 2021 und der Entmachtung von De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi regiert die Junta mit eiserner Faust. Das Militär geht hart gegen jeden Widerstand vor. Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen. Laut der Gefangenenhilfsorganisation AAPP wurden in den vergangenen zwei Jahren fast 17.000 Menschen inhaftiert und fast 2.700 getötet. Suu Kyi ist von einem von der Junta kontrollierten Gericht wegen verschiedener Vorwürfe zu insgesamt 33 Jahren Gefängnis verurteilt worden und sitzt in Einzelhaft.

Bereits Mitte November hatten die Generäle anlässlich des Nationalfeiertags rund 5.700 Häftlinge freigelassen. Darunter waren mehrere prominente Ausländer, wie der australische Wirtschaftsprofessor und frühere Berater Suu Kyis, Sean Turnell, sowie die frühere britische Botschafterin in dem Land, Vicky Bowman.

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