: Miese Masche
■ Gewinnspiele: Musterprozess geplant
„Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!“ Solche Mitteilungen verstopfen seit Jahren die Briefkästen. Und „sie sind ein Trick“, warnt die Verbraucher-Zentrale Hamburg. „Die Empfänger werden verleitet, etwas zu bestellen oder eine teure 0190-Nummer anzurufen, bei der es keinerlei Informationen gibt, nur um den vermeintlichen Gewinn zu bekommen. Doch der wird nie wirklich ausgehändigt.“ Man wird, um die „100.000 Mark“, die „Trauminsel“ oder die „Waschmaschine“ zu bekommen, klagen müssen. Doch gegen wen? Eine 0190-Nummer? Ein Postfach im Ausland? Der Aufwand, die Hintermänner zu ermitteln, ist hoch. Entsprechend schwer ist es für den Einzelnen, sein Recht durchzusetzen.
In einem Musterprozess will die VZ jetzt einen besonders dreisten Gewinnspielbetreiber zur Auszahlung der Gewinnsumme zwingen. Der Prozess soll Klarheit darüber bringen, ob Verbraucher-Zentralen stellvertretend für die Verbraucher die Ansprüche durchsetzen können. Zur Unterstützung hat sie zu Spenden aufgerufen: 1930 Mark sind bereits eingegangen, weitere 3070 Mark werden benötigt – Haspa-Konto 1237-120 603, BLZ 200 505 50, Stichwort „Gewinnspielprozess“ oder per Scheck an die VZ, Kirchenallee 22, 20099 Hamburg. Über den aktuellen Stand informiert www.vzhh.de. taz
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