■ Media-Bazaar: Weniger schimpfen?
Halle (AP/taz) – Mitten in die „Kanzler-Debatte“ schmeißt sich nun auch der parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU- Bundestagsfraktion, Jürgen Rüttgers. Gegenüber dem in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Express sagte Rüttgers: „Die öffentlich-rechtlichen Anstalten beschimpfen uns Politiker von morgens bis abends, wirtschaften schlecht und wollen dann in regelmäßigen Abständen die Hand aufhalten.“
Ganz Mertes-freundlich bekräftigte Rüttgers das Nein seiner Partei in Sachen 20-Uhr-Werbegrenze: „Es kann nicht sein“, so Rüttgers, „daß die öffentlich- rechtlichen Anstalten neben den Gebühren freien Zugang zu den Finanztöpfen der Privaten bekommen, die Privaten aber keine Gebühren erhalten.“ Kann es dagegen vielleicht sein, daß dem Mann die Sat.1-Politik(-Berichterstattung) nur besser gefällt?
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen