: Künast: BSE-Krise noch nicht zu Ende
BERLIN dpa ■ Zwei Jahre nach dem ersten Fall von Rinderwahnsinn ist die BSE-Krise in Deutschland noch immer nicht beendet. „Es gibt keinerlei Grund für eine Entwarnung“, sagte gestern Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne). Alle Maßnahmen zum Schutz vor BSE würden aufrecht erhalten. Die Zahl der amtlich bestätigten BSE-Fälle ist inzwischen auf 225 gestiegen. Mehr als zwei Millionen Mal wurden Tiere auf Rinderwahnsinn getestet. „Wir haben das Rind umzingelt“, so Künast. Und die Deutschen äßen mittlerweile wieder genauso viel Rindfleisch wie vor der BSE-Krise. „Das ist heute so sicher wie schon lange nicht mehr“, sagte Künast. Noch immer sei zwar ein Zusammenhang zwischen BSE und der für den Menschen tödlichen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit nicht nachgewiesen, könne aber weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Sonntag vor zwei Jahren war der erste BSE-Fall bei einem in Deutschland geborenen Rind gemeldet worden.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen