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Kommentar SPD-Geschäfte mit der Leiharbeit Lobby mit Staatsgeld

Kommentar von

Armin Simon

Wer Zeitarbeit glaubwürdig bekämpfen will, darf nicht selbst bis zum Hals mit im Spiel stecken. Das ist eine Frage der politischen Hygiene - gerade im SPD-verfilzten Bremerhaven.

S ozialverträgliche Leiharbeit" organisieren, mit diesem Ziel trat die städtische Bremerhavener Leiharbeitsfirma einst an. Unabhängig davon, ob das jemals funktioniert hat - inzwischen, da sind sich alle Experten einig, kann davon keine Rede mehr sein. "Personal Aktiv" ist eine Zeitarbeitsfirma wie jede andere. Mit dem Unterschied, dass sie fest in Händen der Bremerhavener SPD ist. Deren Funktionäre sind vermutlich die einzigen, die davon profitieren.

Schlimm genug, dass die Firma im städtischen Auftrag und mit öffentlichem Kapital dem System Zeitarbeit zuarbeitet, mit allen negativen Folgeerscheinungen, die einzudämmen sich auch die SPD öffentlich immer wieder auf die Fahnen schreibt.

Dass der zweite Geschäftsführer des Unternehmens auch noch als örtlicher Sprecher der Zeitarbeit-Lobby fungiert, macht die Sache kein bisschen besser. Und dass die Firma schließlich mit öffentlichen Mitteln Werbeveranstaltungen für die Zeitarbeitslobby organisiert, setzt dem ganzen die Spitze auf.

Natürlich schafft man Zeitarbeit und ihre negativen Folgen - Lohndumping etwa und prekäre Beschäftigung - nicht ab, indem eine kommunale Zeitarbeitsfirma ihren Betrieb auslaufen lässt. Andererseits: Wer Zeitarbeit glaubwürdig bekämpfen will, darf nicht selbst bis zum Hals mit im Spiel stecken. Das ist eine Frage der politischen Hygiene - gerade im SPD-verfilzten Bremerhaven.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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3 Kommentare

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  • AH
    Andi H

    Dieser Zustand wurde unter kräftiger Mithilfe von SPD EX- Arbeitsminister CLEMENT,in Deutschland,eingeführt.Heute sitzt dieser Vorzeige-Arbeitervertreter im Aufsichtsrat der größten Leiharbeits-Firma in Deutschland.Durch ihn und seine Lobby-Politik ist es erst möglich geworden solche Zustände herzustellen!!!

    DAS SOLL EINE ARBEITERPARTEI SEIN ???

  • AH
    Andi H

    Dieser Zustand wurde unter kräftiger Mithilfe von SPD EX- Arbeitsminister CLEMENT,in Deutschland,eingeführt.Heute sitzt dieser Vorzeige-Arbeitervertreter im Aufsichtsrat der größten Leiharbeits-Firma in Deutschland.Durch ihn und seine Lobby-Politik ist es erst möglich geworden solche Zustände herzustellen!!!

    DAS SOLL EINE ARBEITERPARTEI SEIN ???

  • JS
    Jutta Schreiter

    Wer regt sich denn darüber noch auf?

    Da wo SPD draufsteht ist doch schon lange kein SPD mehr drin!

    Selbst die Wähler haben das schon gemerkt. Deshalb wählt die kaum mehr jemand. Die einzigen die das noch nicht gemerkt haben sind die Rest-SPDler.

    Und die werden das so lange nicht merken, bis es keine mehr gibt.

    Dann kommen die nächsten dran. Die Grünen sind auch schon nicht mehr die Grünen.

    Die Linken werden diskriminiert und es wird auch versucht die zu unterwandern.

    Wenn das geschafft ist, dann kann endlich durchregiert werden.

    Dann brechen für unsere Eliten schöne Zeiten an!!!