Kommando Spezialkräfte neu ausgerichtet: Frauen verstärken KSK
Das Kommando Spezialkräfte bleibt kein reiner Männerhaufen, mehr Frauen sollen integriert werden. Dafür sollen die hohen Anforderungen für Anwärterinnen reduziert werden.
HAMBURG/BERLIN dapd/afp | Frauen sollen ab Mitte des kommenden Jahres die Bundeswehr-Spezialeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) verstärken.
Es sei geplant, die hohen Anforderungen für die Aufnahmeprüfung, die Anwärter für die Eliteeinheit durchlaufen müssen und die etwa Gewaltmärsche und psychologische Tests vorsieht, zu reduzieren, erklärte am Sonntag ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums.
Bislang seien Frauen bei der KSK zwar schon zugelassen. Weibliche Bewerber hätten die Tests für die Kommando-Kompanien aber nie geschafft. Das KSK habe sich in der Vergangenheit wiederholt Soldatinnen aus anderen Bundeswehreinheiten ausgeliehen.
Der Spiegel berichtete, KSK-Soldatinnen sollten etwa an verdeckten Zugriffen in Krisengebieten teilnehmen. Aus Sicht der KSK-Führung hätten Erfahrung in muslimischen Ländern wie Afghanistan gezeigt, dass Soldatinnen bei Zugriffsmissionen oder Durchsuchungen deeskalierend wirkten.
Demnach setzen auch US-Spezialkommandos bei geheimen Einsätzen Soldatinnen ein.
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