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Kenias Wahlkommission legt Ergebnis vorKenyatta zum Sieger erklärt

Oppositionsführer Raile Odinga, der die Abstimmung wegen erwarteter Unregelmäßigkeiten boykottiert hatte, fordert weitere Wahlwiederholung des Wahlgangs.

ap | Amtsinhaber Uhuru Kenyatta hat erwartungsgemäßg die wiederholte Präsidentenwahl in Kenia gewonnen. Dies teilte die Wahlkommission am Montag mit.

Denn die Abstimmung war von Anhängern des Oppositionsführers Raila Odinga weitgehend boykottiert worden, weil sie die Voraussetzungen für eine freie und faire Wahl nicht gegeben sahen.

Kenyatta habe 7,5 Millionen Stimmen erhalten, erklärte der Leiter der Wahlkommission, Wafula Chebukati. Dies entspreche 98 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Das Ergebnis wurde bekanntgegeben, obwohl laut Kommission in zwei Dutzend Wahlbezirken wegen Protesten der Opposition nicht abgestimmt worden sei.

Kenyatta hatte bereits annulierte Wahl gewonnen

Bereits nach der ursprünglichen Präsidentenwahl Anfang August war Kenyatta zum Sieger erklärt worden. Das Abstimmungsergebnis wurde dann aber nach Einwänden von Oppositionsführer Odinga wegen Unregelmäßigkeiten vom Obersten Gericht des Landes annulliert – ein Novum auf dem afrikanischen Kontinent.

Am Sonntag bezeichnete Odinga die Wahlwiederholung als Betrug und forderte eine weitere Abstimmung innerhalb der nächsten 90 Tage.

Mindestens neun Menschen kamen bei Gewalt im Zusammenhang mit der Wiederholung der Wahl ums Leben. Einige wurden von der Polizei erschossen oder starben bei Zusammenstößen zwischen Angehörigen verschiedener Volksgruppen.

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