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In Kolumbien entführt

Deutscher GTZ-Leiter und zwei Begleiter verschleppt. Entwicklungsministerin appelliert an Bogotá

BERLIN/BOGOTÁ epd/ ■ Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hat die Regierung in Kolumbien aufgefordert, unverzüglich für die Freilassung der drei entführten Deutschen zu sorgen. Dies teilte das BMZ gestern mit. Einer der Entführten ist Projektleiter bei der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ). Ulrich Künzel sowie sein Bruder Thomas kommen aus Niedersachsen. Beide Ehefrauen halten sich in einem Hotel in der Nähe des Entführungsortes auf.

Die kolumbianischen Behörden vermuten, dass die drei Männer in einer Indiosiedlung südwestlich der Hauptstadt Bogotá von Mitgliedern der linksgerichteten Guerilla-Gruppe Farc entführt wurden. Das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in Bogotá haben unterdessen einen Krisenstab eingerichtet, der sich mit dem Fall befasst, teilte eine AA-Sprecherin mit. Zum weiteren Vorgehen, etwa zu Kontakten des Krisenstabs zu den kolumbianischen Behörden, wollte sich das Auswärtige Amt zunächst nicht äußern.

Laut Entwicklungsministerium ist der entführte GTZ-Mitarbeiter im Südosten Kolumbiens verantwortlich für ein landwirtschaftliches Projekt in der Region Cauca. Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit Kleinbauern Alternativen für den illegalen Drogenanbau zu entwickeln. Nach kolumbianischen Behördenangaben wurden in den vergangenen vier Jahren rund 250 Ausländer entführt. Für sie werden in der Regel hohe Lösegelder gefordert und auch gezahlt.

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