Hollywood-Legende: Sidney Poitier ist tot

Der Schauspieler Sidney Poitier ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Er gewann 1964 als erster Schwarzer den Oscar als bester Hauptdarsteller.

Portrait von Sidney Poitier von 1975

Sidney Poitier in dem Film: Let´s do it again von 1975 Foto: Everett Collection/imago

LOS ANGELES afp | Der legendäre Hollywood-Schauspieler Sidney Poitier ist tot. Der erste Schwarze Schauspieler der Geschichte, der einen Oscar als bester Hauptdarsteller gewann, starb im Alter von 94 Jahren, wie der Vize-Regierungschef der Bahamas, Chester Cooper, am Freitag mitteilte. Poitier war mit Filmen wie „Flucht in Ketten“ (1958), „Lilien auf dem Felde“ (1963) und „In der Hitze der Nacht“ (1967) der erste Schwarze Superstar in Hollywood.

Poitier wurde 1927 in Miami im US-Bundesstaat Florida geboren. Seine Eltern stammten aber von den Bahamas, wo er auch aufwuchs. Mit 15 Jahre zog Poitier zu seinem älteren Bruder nach Florida, später dann nach New York, wo er sich zunächst mit kleinen Jobs durchschlug. Nach Erfolgen am Broadway zog er nach Hollywood – und hatte dort bald großen Erfolg.

Für „Flucht in Ketten“ erhielt er seine erste Oscar-Nominierung, für „Lilien auf dem Felde“ gewann er im Jahr 1964 die begehrte Goldstatue schließlich. Nie zuvor war ein Schwarzer Schauspieler mit einem Oscar als bester Hauptdarsteller geehrt worden. Poitier bekam den Oscar in einer Zeit, als Schwarzen in den USA noch viele elementare Rechte verwehrt wurden und vielerorts ein erdrückender Rassismus herrschte.

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de