: Hoffnung für die „Topographie“
■ CDU-Fraktion signalisiert Verhandlungsbereitschaft
Der Neubau der Gedenkstätte Topographie des Terrors scheint wieder möglich. Gestern sprach sich der Fraktionsvorsitzende der CDU im Abgeordnetenhaus, Klaus Landowsky, dafür aus, die Gedenkstätte doch wie vorgesehen bis 1998 fertigzustellen. Der Senat hatte in der letzten Woche beschlossen, den Neubau wegen Finanzierungsproblemen zu verschieben. Nach den jüngsten Vorwürfen vom Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, Berlin erspare sich das Gedenken und begehe Wortbruch, hat die CDU-Fraktion laut Pressemeldung ihre Mitglieder im Hauptausschuß gebeten, die Topographie des Terrors statt anderer Projekte zu ermöglichen. Landowsky schlug vor, dafür die Jüdische Abteilung des Berlin- Museums zu verschieben. Das als Jüdisches Museum bekannte Gebäude steht bereits im Rohbau. Die Chancen für die Topographie stehen nicht mehr ganz so schlecht: Auch aus dem Haus der Finanzverwaltung war schon Skepsis zu hören, ob es wirklich bei der Streichung des Gedenkstätte bleibt. Barbara Junge
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