: Haider unter Verdacht
Der ehemalige FPÖ-Chef soll höchstpersönlich in die Affäre um illegale Datenbeschaffung verwickelt sein
WIEN afp ■ Der ehemalige Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei FPÖ in Österreich, Jörg Haider, soll nach Presseberichten in der so genannten Spitzelaffäre persönlich vertrauliche Daten beschafft haben. Die Nachrichtenmagazine Profil und Format berichteten am Wochenende vorab, den Ermittlungsbehörden lägen entsprechende Zeugenaussagen vor. Haider wies die Vorwürfe gegenüber dem ORF zurück und forderte einen Untersuchungsausschuss wegen der Vorwürfe gegen ihn. Der rechtspopulistische Justizminister und ehemalige Haider-Anwalt Dieter Böhmdorfer bestritt die Verwendung illegaler Daten.
Profil meldete, fünf Polizeibeamte hätten vor einem Untersuchungsgremium ausgesagt, dass drei enge Vertraute Haiders persönliche Daten aus der Ekis-Polizeidatenbank hätten. Bei den Vertrauten soll es sich demnach um Haiders Leibwächter, seinen Pressesprecher und einen weiteren FPÖ-Funktionär gehandelt haben. Böhmdorfer dementierte Vorwürfe, auch er habe illegale Informationen erhalten.
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