: Haft gefordert
■ Staatsanwalt: Prügelnde Soldaten verurteilen
Detmold (taz) – Knapp drei Monate nach den Übergriffen auf mehrere Ausländer in Detmold sollen fünf ehemalige Bundeswehrsoldaten nach dem Willen der Staatsanwaltschaft dafür mit Haft und Bewährungsstrafen zur Verantwortung gezogen werden. Die Staatsanwaltschaft des Landgerichts Detmold forderte gestern für einen der Angeklagten eine eineinhalbjährige Haftstrafe, weil dieser besonders brutal zugeschlagen habe. Für zwei der erwachsenen Beschuldigten forderte die Anklage eine zehnmonatige Bewährungsstrafe und 150 Stunden gemeinnützige Arbeit. Die beiden Jugendlichen sollen mit zwei Wochen Dauerarrest davonkommen. Ausländerfeindlichkeit als Motiv habe nicht mit der erforderlichen Sicherheit festgestellt werden können, sagte Staatsanwalt Diethard Höbrink. Bericht Seite 4
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen