: Gurke des Tages: Mufti Mohammed Said Tantawi
Pfaffen wissen zwar nicht, was Frauen wünschen, dafür aber um so besser, was Gott will. So hat z.B. gerade der höchste Geistliche Ägyptens, Mufti Mohammed Said Tantawi, den „Sturmfrisuren“ den Kampf angesagt: „Jede Frau, die ihr Haar absichtlich in Unordnung bringt und nicht bedeckt, was Gott bedeckt sehen will, ist eine Sünderin“, behauptet der Mufti. Dabei sind hochtoupierte Frisuren im Stil amerikanischer Seifenoperheldinnen in Ägypten der letzte Schrei. „Frauen, die sich so herrichten, sollen nicht meinen, daß sie vor Gott besser dastehen als ihre Geschlechtsgenossinnen“, warnte der Mufti. Niemand könne der Frau ein derartiges Benehmen erlauben, das laut dem Koran verboten sei: „Ich selbst kann es nicht und auch sonst niemand.“ Gott, laß Hirn vom Himmel fallen!
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen