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Grüne gegen TV-Gebühren

Antennen-Fernsehen

Das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD startet am 29. März den Regelbetrieb im Norden. Es bringt mehr Sender und ein besseres Bild. Auch diejenigen, die Antennenfernsehen nutzen, können nun auf mindestens 40 Programmen Bilder in HD-Qualität empfangen – jedoch nicht kostenfrei und ohne Aufwand. Es gibt einen Haken an der Sache: Es werden neue Fernseher oder Empfangsgeräte benötigt und kommerzielle Sender sind in Zukunft nicht mehr kostenlos zu empfangen.

Öffentlich-rechtliche Programme werden weiterhin durch den Rundfunkbeitrag finanziert, für RTL, SAT1 und Co fallen jedoch ab Juli Gebühren an, beim Programmpaket „Freenet TV“ etwa 5,75 Euro im Monat.

Seit Ende Mai vergangenen Jahres waren in einigen Pilotregionen wie Bremen, Hamburg, Lübeck, Kiel, Schwerin, Hannover und Braunschweig zusätzlich zum DVB-T-Angebot sechs Programme über DVB-T2 zu empfangen. Nun startet der neue Sendestandard, der über einen USB-Stick auch am PC zu empfangen sein soll, den Regelbetrieb. Eine Übergangszeit gibt es nicht. DVB-T ist ab Mittwoch gar nicht mehr zu empfangen. Wer keinen DVB-T2 kompatiblen Fernseher oder Receiver hat, wird nur noch ein schwarzes Bild sehen. Für den neuen Standard geeignete Geräte sind mit einem grünen Logo versehen, das einen Flachbildschirm und einen weißen Punkt zeigt.

Die Grünen sehen die anstehende Änderung kritisch: „Das frei empfangbare Fernsehen steht mit der Zusatzgebühr auf dem Spiel“, sagte der Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Farid Müller. Nur die Öffentlich-Rechtlichen blieben ohne ein 69 Euro teures Jahresabo empfangbar. „Das ist eine klare Verschlechterung für die Verbraucherinnen und Verbraucher.“

Die CDU-Fraktion sieht die Entwicklung dagegen gelassen. Der Probebetrieb habe gezeigt, dass es eine gute Nachfrage gebe. „Allerdings lässt sich in Zeiten des sich rasant beschleunigenden technischen Wandels kaum sagen, welche Technologie mit welcher Lebensdauer am Markt sein wird“, sagte Carsten Ovens. PIEP

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