: Großkundgebung in Blumenthal
■ Zur Industriemesse BRE-NOR werden 25.000 BesucherInnen erwartet
Blumenthal ist beschaulich. Im bevölkerungsärmsten Stadtteil des Bremer Nordens verleben unter anderem fast zehntausend RentnerInnen am Rande der Neuenkirchener Heide einen geruhsamen Lebensabend. Doch an diesem Wochenende nimmt die Beschaulichkeit eine Auszeit. Denn an die 25.000 Menschen, so schätzen die OrganisatorInnen der Großmarkt Bremen GmbH, werden bis zum Sonntag in Blumenthal die Bevölkerungszahl verdoppeln. Doch es ist nicht ihr primäres Anliegen, RentnerInnen zu nerven. Die BRE-NOR, eine dreitägige Verkaufs- und Informationsausstellung der in Blumenthal und Umland ansässigen Firmen, öffnet auf dem Gelände neben dem BSAG Betriebshof an der Ermlandstraße ihre Tore. Und dorthin strömen die Massen.
Gestern bereits wurde die neunte BRE-NOR eröffnet. 108 AusstellerInnen werden in zwei riesigen Zelten versuchen, einen Eindruck von der Vielfalt des regionalen Einzelhandels, Handwerks und der Großbetriebe zu vermitteln. Ein Rahmenprogramm mit Aerobicshows, Cheerleadergewedel und Musicalaufführungen soll dazu beitragen, dem Geist eine Erhohlung vom überwältigenden Eindruck des geballten Waren- und Dienstleistungsangebots zu ermöglichen. Eine für 18.30 Uhr angesetzte Get-Together-Party, bei der Aussteller und geladene Gäste together kommen sollen, beendet schließlich den heutigen Ausstellungstag und bereitet den Boden für verkaufsfördernde Kontakte am abschließenden Sonntag.
Im Zelt 2 stehen die Handwerksbetriebe im Mittelpunkt. Wer wissen will, wie er seine mit Schrägen durchzogene Wohnung mit Möbeln füllen kann, ist dort ebenso gut aufgehoben wie diejenige, die mit ökologischen Baustoffen das Haus erneuern möchte. HardcoreheimwerkerInnen beglücken die Betriebe zudem mit kleinen Geschenken: Schieferherzchen und Kupferrosen warten auf AbnehmerInnen. zott
Für BesucherInnen aus Vegesack fährt ein kostenloser Pendelbus ab Samstag, 11 Uhr stündlich ab Bahnhof Vegesack über das Bürgerhaus, den Bremer Vulkan und Ständer zur BRE-NOR
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen