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Große Mehrheit für BHV-Kennzeichen

■ Stadtverordnetenversammlung stimmt Magistrats-Antrag zu und vergrätzt Bremen

Der Wunsch nach einem eigenen Autokennzeichen „BHV“ für Bremerhaven hat die zweite Hürde genommen. Die Stadtverordnetenversammlung der Seestadt hat jetzt mit 29 von 48 Stimmen dem Antrag des Magistrats zugestimmt. Das teilte der Pressesprecher des Ma-gistrats, Wilfried Moritz, gestern mit. Es habe keine einheitliche Beschlußlage vorgelegen, Befürworter und Gegner „gab es quer durch alle Fraktionen“ in der CDU/AfB-geführten Stadtverordnetenversammlung. Noch in diesem Monat soll der entsprechende Antrag Bremens Verkehrssenator Bernt Schulte (CDU) zugehen, der diesen dann anschließend an das Bundesverkehrsministerium in Bonn zur endgültigenEntscheidung weiterleiten müßte.

Bremerhavens Oberbürgermeister Manfred Richter (FDP) hatte Mitte August mit seinem Vorschlag für einigen Wirbel gesorgt, statt „HB“ künftig mit „BHV“ am Auto die Herkunft aus Bremerhaven eindeutig zu zeigen. Doch bei seinen Magistratskollegen fand Richter volle Unterstützung. Sie winkten den Antrag noch in der gleichen Woche einstimmig und ohne Debatte durch. Zurückhaltend hatte die Bremer Landesregierung reagiert. Bremen und Bremerhaven seien zwei Städte, aber ein Land. Dieser Charakter drücke sich in einem einheitlichen Kennzeichen aus.

Der Magistrat soll nach der Entscheidung nun prüfen, ob für das neue Kennzeichen eine Verringerung der Verwaltungsgebühr von derzeit 45 Mark möglich sei, sagte Moritz. Dann könnten die 61.000 Autobesitzer in der Seestadt kostengünstiger ihr ungeliebtes „HB“ gegen „BHV“ tauschen. Jeder dürfe aber auch in einer Übergangszeit mit dem alten Kennzeichen weiterfahren. dpa

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