piwik no script img

Großbrand in HongkongZahl der Toten steigt weiter

Nach dem verheerenden Feuer in sieben Hongkonger Hochhäusern werden noch dutzende Menschen vermisst. Das Feuer gilt als „weitgehend gelöscht“.

afp | Die Zahl der Todesopfer nach einem verheerenden Großbrand in Hongkong ist auf mindestens 128 gestiegen. Dies teilte der Sicherheitsminister der chinesischen Sonderverwaltungszone, Chris Tang, am Freitag mit. Dutzende Menschen würden weiter vermisst.

Am Mittwoch hatte sich in dem Wohnkomplex Wang Fuk Court im nördlichen Stadtteil Tai Po ein Großbrand über Bambus-Baugerüste ausgebreitet und rasch auf insgesamt sieben Hochhäuser übergegriffen. Es handelt sich um die schlimmste Brandkatastrophe in der Finanzmetropole seit fast 80 Jahren.

Nach über 40 Stunden im Kampf gegen die Flammen konnte das Feuer am Freitagvormittag „weitgehend gelöscht“ werden, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Zahl der Toten könnte trotzdem weiter steigen: Der Regierungschef der chinesischen Sonderverwaltungszone, John Lee, hatte am Donnerstagmorgen von 279 Vermissten gesprochen, seitdem wurde keine neue Zahl an Vermissten herausgegeben.

In Hongkong stehen einige der bewohnerreichsten und höchsten Hochhauskomplexe der Welt. Früher gehörten tödliche Feuer zum Alltag, insbesondere in ärmeren Stadtvierteln. In den vergangenen Jahrzehnten wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft, sodass Brände in Wohngebieten heute viel seltener vorkommen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare