: Goldrausch macht die Erde krank
■ Worldwatch beklagt ökologische Folgen des Abbaus
Washington (epd) – Vor den verheerenden ökologischen Auswirkungen des Goldabbaus hat das Worldwatch-Institut gewarnt. Noch nie sei weltweit so viel Gold geschürft, abgebaut und gekauft worden wie zur Zeit, heißt es in der jüngsten Studie des renommierten Umwelt-Instituts. Die ökologischen Kosten dafür seien aber nicht mehr tragbar. Das für den Abbau verwendete Quecksilber und Zyanid vergiftet umliegende Gewässer und den Boden in immer größerem Ausmaß. Allein in Brasilien sickerten jährlich etwa 100 Tonnen Quecksilber in das Ökosystem des Amazonas. Vor allem in der Dritten Welt zerstörten Goldsucher schonungslos Berge und Wälder. 1992 wurden weltweit fast 2.000 Tonnen Gold gewonnen; dabei fielen schätzungsweise 600 Millionen Tonnen Abfall an.
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