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Gewalt gegen Schwarze in den USAMordanklage gegen Polizisten

Die Staatsanwaltschaft in Cincinnati klagt ihn an, weil er einen Schwarzen bei einer Verkehrskontrolle grundlos erschoss. Der Fahrer hatte kein Nummerschild am Auto.

dpa | Ein weißer US-Polizist hat bei einer Verkehrskontrolle einen Afroamerikaner erschossen – nun steht der Beamte unter Mordanklage. Wie die Staatsanwaltschaft in Cincinnati (Bundesstaat Ohio) am Mittwoch erklärte, habe der Polizist der Universität von Cincinnati den 43-Jährigen völlig grundlos niedergeschossen. Das Opfer habe keine Gewalt begangen, sagte Staatsanwalt Joseph Deters. Nach einer Serie von Übergriffen weißer Polizisten auf Schwarze in den vergangenen Monaten berichteten US-Medien landesweit über den jüngsten Fall.

„Wenn Sie sehen, glauben Sie nicht, wie schnell er (der Polizist) seine Waffe zog und ihn in Kopf schoss“, sagte Deters mit Blick auf Videos der Körperkamera des Universitäts-Polizisten, die US-Medien veröffentlichten. „Vielleicht eine Sekunde“, fügte er hinzu. Viele US-Universitäten verfügen über eigene Polizeibeamte.

Der Polizist habe den Mann am 19. Juli in Cincinnati angehalten, weil sein Auto vorn kein Nummernschild gehabt habe. Die Polizei habe ihn darauf verfolgt und gestellt und nach seinem Führerschein gefragt. Eigentlich handele es sich dabei um „Kleinkram“ (“chicken crap“), meinte Staatsanwalt Deters weiter. „Sie müssen ihn nicht in den Kopf schießen“, aber das ist das, was passiert ist.“

Seit einem Jahr erschüttern Gewalttaten weißer Polizisten die USA. Im vergangenen August war der unbewaffneten Michael Brown in Ferguson – einer Vorstadt von St. Louis – erschossen worden. Sein Tod war ein Fanal und hatte schwere Unruhen ausgelöst. Auch Präsident Barack Obama hatte sich eingeschaltet und latenten Rassismus in den USA gebrandmarkt.

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2 Kommentare

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  • 9G
    913 (Profil gelöscht)

    Immer wenn ich das Wort Afro-Amerikaner resp. Afroamerikaner lese, frage ich mich wo eigentlich die Euroamerikaner sind. Bin ich die Einzige, die diese Asymmetrie stört? Es erinnert mich irgendwie an Fussball und Frauenfussball. Gell?

    • KarlM

      @913 (Profil gelöscht):

      Diese krankhafte "positive" Diskriminierung betont, was die Formulierung zu vermeiden meint. Oder war ein Hispanic als Geschädigter "weniger" schlimm?

       

      Auch das fortgesetzte Lügenmärchen zum Fall Brown ist einer Sachverhaltsklärung nicht dienlich und betont nur unnütze ideologische Bretter vor dem Kopf!