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Gegen Bürokratie

Bildungssenator Zöllner setzt Projektgruppen ein, die Schulen und Verwaltung unter die Lupe nehmen sollen

Beim angekündigten „Aufräumen“ der Verwaltung und in Schulen drückt Schulsenator Jürgen Zöllner (SPD) aufs Tempo. Der schnelle Abbau von Bürokratie, eine verbesserte Lehrkräfteplanung und die Prüfung der Arbeit auch in der Schulaufsicht sind die Ziele von drei Projektgruppen, die gestern von Zöllner berufen worden sind. Die Bildungsverwaltung teilte mit, dass die Experten, darunter neben Berliner Pädagogen auch Fachleute aus Bayern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, noch vor der Sommerpause ihre Ergebnisse vorlegen sollen.

Zöllner sagte: „Unser Bildungssystem muss so gut wie möglich arbeiten. Das sind wir unseren Kindern schuldig.“ Schon wenige Wochen nach seinem Start im Senat hatte Zöllner seine Verwunderung über das Ausmaß an Bürokratie in Berliner Schulen geäußert. Es gebe mit weit mehr als 200 Rundschreiben im Jahr mehr Briefe dieser Art als Arbeitstage für die Lehrer, merkte Zöllner kritisch an. Auch Lehrerkollegien hatten häufig über die Menge an Bürokratie geklagt. Die Linkspartei hatte sogar vorgeschlagen, für einen gewissen Zeitraum völlig auf bürokratische Pflichten der Kollegien zu verzichten. Diesem Vorschlag war Zöllner nicht gefolgt. DPA

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