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Gefälschte Bescheide für Erstsemester?Hamburger Uni warnt Studierende

Die Universität warnt die Studierenden vor Betrügern: Offenbar haben Unbekannte die Post von Erstsemestern geklaut und versuchen, an ihr Geld zu gelangen.

Aus Hamburg

Sebastian Grundke

Die Hamburger Universität warnt Studierende vor einem Betrugsfall. Demnach sollen Unbekannte die Post von Erstsemestern aus einem Briefkasten der Hochschule gestohlen und anschließend versucht haben, Geld von ihnen zu erbeuten. In einem Schreiben fordert die Hochschule Betroffene auf, sich zu melden, sollten sie die Imma­trikulationsunterlagen per Post geschickt oder in den Briefkasten der Hochschule geworfen und daraufhin eine Zahlungsaufforderung erhalten haben.

„Wenn diese beiden Fälle gleichzeitig auf Sie zutreffen“, heißt es in dem Schreiben, „setzen Sie sich bitte umgehend mit uns in Verbindung. Man gehe davon aus, dass Unbekannte Post aus dem Briefkasten entwendet und diese Unterlagen genutzt haben, um gefälschte Bescheide zu verschicken.

Soweit bisher bekannt, ereignete sich der Diebstahl zwischen Ende August und Anfang September. Offenbar wurden Immatrikulationsunterlagen aus einem überfüllten Briefkasten der Universität geklaut. In der Folge versandten die mutmaßlichen Täter dann offenbar gefälschte Zahlungsaufforderungen und eine Datenschutzinformation.

Wie viele Studenten genau betroffen sind, ist noch unklar. Auf Anfrage teilt die Staatsanwaltschaft mit, es liege lediglich die Anzeige einer Studierenden vor, „die Hinweise auf eine möglicherweise gefälschte Zahlungsaufforderung enthält“, so eine Sprecherin. Es werde ermittelt. „Erkenntnisse über den oder die Täter oder Hintergründe liegen hier nicht vor.“ Der Polizei lägen aber bislang vier Anzeigen zu dem Vorgang vor.

Der Briefkasten des mutmaßlichen Geschehens wurde jetzt jedenfalls vor Diebstahl geschützt: mit Metallstreben am Einwurfschlitz

Betroffen sind vor allem Erstsemester, weil sie anders als höhere Semester Dokumente schriftlich einreichen, um dann Kurse belegen zu können. Die Kursvergabe läuft seit Jahren über ein Online-Tool, für das Zugangsdaten erst nach Eingang der Unterlagen an die Studierenden versandt werden.

Die Universität hält sich auf taz-Anfrage etwas bedeckt: „Zu diesem Zeitpunkt kann ich nur bestätigen, dass es einen Vorfall im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren gegeben hat“, sagt eine Sprecherin. Zu laufenden Ermittlungen dürfe sie aber keine Auskunft geben. Die Hochschule könne aber in den ihr bislang bekannten Fällen gewährleisten, dass die betroffenen Studierenden ihr Studium dennoch aufnehmen können.

Der Briefkasten des mutmaßlichen Geschehens wurde jetzt jedenfalls vor Diebstahl geschützt: mit Metallstreben am Einwurfschlitz. Und die Universität hat sicherheitshalber eine neue Briefkastenanlage bestellt.

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