Freie Nahverkehrsnutzung: Bundesweit freie Fahrt

Wer ein ÖPNV-Abo hat, kann zwei Wochen lang deutschlandweit den Nahverkehr nutzen. Dafür reicht eine Onlineregistrierung.

Eine S-Bahn fährt am Morgen am Berliner Hauptbahnhof ein

Freie Fahrt mit der S-Bahn auch in Berlin Foto: Christoph Soeder/dpa

BERLIN taz | Eine BahnCard 100 für den Nahverkehr gibt es bisher nicht. Eine Aktion der Verkehrsverbünde kommt dem aber nahe: Zwei Wochen lang können Abon­nen­t:in­nen des ÖPNV in ganz Deutschland fast den kompletten Nahverkehr kostenlos nutzen.

Die Verkehrsverbünde wollen sich mit der Aktion für die Geduld während der Pandemie bedanken. Wer vom 13. bis 26. September an der Aktion teilnehmen möchte, muss in einem Verkehrsverbund ÖPNV-Abonnent sein und sich einmalig online registrieren.

Mit der Aktion „gemeinsamweiter“ will die Nahverkehrsbranche für mehr Kun­d:in­nen werben. Corona trifft den Bereich noch immer. „Wegen Kurzarbeit, weniger Touristen und fehlender Großveranstaltungen fehlen noch immer Fahrtanlässe“, sagt ein Sprecher vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Bis zu 80 Prozent weniger Fahrgäste nutzten während der ersten Pandemiewelle im Frühjahr 2020 den öffentlichen Nahverkehr. Aktuell geht der VDV von 75 Prozent im Vergleich zu Vorpandemiezeiten aus. Dabei wollen Bund und Länder die Fahrgäste bis 2030 gegenüber 2019 verdoppeln. Der ÖPNV ist somit ein wichtiger Baustein, um Deutschlands Klimaziele zu erreichen.

Bitte etwas Geduld

Bisher haben sich laut Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) an die 300.000 Menschen für das Upgrade registriert. Potenzielle Teilnehmende gibt es viele: Der VDV geht allein von 6 Millionen Be­rufs­pend­le­r:in­nen aus.

In 95 Prozent der Verkehrsverbünde dürfen Teilnehmende den kompletten Nahverkehr nutzen, etwa in Nordrhein-Westfalen. Wo das Upgrade nur eingeschränkt gilt, ist auf einer Karte ersichtlich. Fernzüge wie ICE, IC und EC sind nicht Teil der Aktion. Allerdings bietet die Deutsche Bahn parallel eine dreimonatige Probe-BahnCard für 9,90 Euro an.

Auf der Webseite müssen Interessierte persönliche Daten wie Name, Verkehrsverbund und Abo- oder bei Studierenden Immatrikulationsnummer angeben. Dann erhalten sie via Mail das Upgrade. Teilweise kann es dauern, bis Interessierte die E-Mails erhalten. Die Verbände bitten daher um etwas Geduld, und davon abzusehen, sich doppelt zu registrieren.

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