piwik no script img

Frankfurt boykottiert BDS-Boykott

taz | Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat am Freitag vergangener Woche beschlossen, die Israel-Boykottbewegung zu ächten. Danach sollen in der Stadt keine Räume oder Flächen für BDS-Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden. Auch private Vermieter sollten so verfahren. Vereinen oder Organisationen, die die BDS-Bewegung unterstützen, sollen Zuschüsse gestrichen werden.

Die weltweite BDS-Bewegung (Boycott, Divestment, Sanctions) versucht seit über zehn Jahren, die israelische Regierung wegen der Besatzungspolitik unter Druck zu setzen. Sie ruft zu Boykottmaßnahmen auf. „Die BDS-Bewegung nutzt mit ihren Botschaften die gleiche Sprache, die einst Nationalsozialisten gebrauchten“, findet Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker, CDU. Frankfurt ist die erste deutsche Stadt, die einen so drastischen Beschluss fällt. München könnte bald folgen.

Daniel Bax

Mehr auf taz.de

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen