Europa: EU-Abgeordnete fordern Ende von Finanzierung für Libyen
38 Mitglieder des EU-Parlaments aus vier Fraktionen fordern in einem gemeinsamen Brief an die Europäische Kommission das Ende sämtlicher Finanzierungen für libysche Sicherheitskräfte. Der Brief bezieht sich auf die jüngste Gewaltserie gegen Migrant:innen und Rettungsschiffe im Mittelmeer. Insbesondere geht es um den Angriff auf die „Ocean Viking“ im August durch die libysche Küstenwache von einem Boot aus, das im Rahmen eines EU-Programms von Italien bereitgestellt wurde. Zuvor hatten Anwält:innen den Internationalen Strafgerichtshof dazu aufgefordert, gegen 122 europäische Politiker:innen und Beamte wegen Mittäterschaft an Menschenrechtsverbrechen gegen Migrant:innen durch Libyen zu ermitteln. Die EU arbeitet mit libyschen Akteur:innen in der Migrationsabwehr zusammen. Letzte Woche hatte die Kommission libysche Vertreter im Hauptsitz der EU-Grenzschutzagentur Frontex in Warschau empfangen. (taz)
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen