Erster Pandanachwuchs in Deutschland: Trächtige Meng Meng entzückt Berlin

Nach etlichen Versuchen bestätigt der Berliner Zoo die Schwangerschaft. Ob der Pandanachwuchs überleben wird, steht in den Sternen.

Nahaufnahme der Pandadame Meng Meng, die in die Kamera blickt

Nur 72 Stunden im Jahr Lust auf Sex: Pandadame Meng Meng Foto: dpa

BERLIN taz | Berlin hat es geschafft. Erstmals in der Geschichte des Hauptstadtzoos ist es den eifrigen Züchtern gelungen, Pandaweibchen Meng Meng (6) zu schwängern. Die Ultraschalluntersuchung zeigte am Dienstag mindestens ein Pandababy, teilte der Zoo mit. Die Geburt wird nun binnen zwei Wochen erwartet. Sollte Meng Meng tatsächlich werfen, wäre es der erste Pandanachwuchs auf deutschem Boden.

Ob es allerdings an der Potenz von Panda-Männchen Jiao Qing liegt, dass Meng Meng trächtig ist, konnte der Zoo nicht beantworten. Zwar waren die beiden im April tatsächlich „zusammengeführt“ worden. Die Züchter hatten aber nachgeholfen und Meng Meng zur gleichen Zeit auch künstlich befruchtet.

Pandas sind ausgesprochene Sexmuffel. Panda-Weibchen sind nur einmal im Jahr im Frühjahr für drei bis vier Tage willens. Nicht zuletzt deswegen (aber auch wegen Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums) liegt ihr Bestand bei weltweit nur noch knapp 2.000 Exemplaren. Die chinesische Führung hat den Schutz dieser niedlichen Viecher zu einer Staatsaufgabe höchster Güte erkoren. Den Züchtern in China gelingt es regelmäßig, auf künstlichem Wege Nachwuchs zu schaffen.

Panda-Pornos im Berliner Zoo?

Um den Sextrieb zu stimulieren, werden den Pandas in China sogar Panda-Pornos gezeigt, in denen sich paarende Pandas zu sehen sind. Ob das auch bei Meng Meng und Jiao Qing der Fall war – dazu machte der Berliner Zoo keine Angaben.

Die Gefahr, dass der Nachwuchs die ersten Wochen nicht überlebt, ist groß. Die Jungtiere werden mit einem Gewicht von unter 100 Gramm geboren und gelten als extrem empfindlich. Daher gilt es als herausragend, wenn der Panda-Nachwuchs überlebt. Im Tiergarten Schönbrunn in Wien sind schon fünf Panda-Jungen zur Welt gekommen, die auch überlebt haben.

So oder so – Berliner und Berlinerinnen werden sich nicht allzu lange am Nachwuchs von Meng Meng ergötzen können. Alle Pandas sind eine chinesische Leihgabe. Ist der Nachwuchs groß genug, geht es für ihn nach China.

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