Ersatzmittel für Todesspritze in Texas: Mörder mit Tierbetäubungsmittel getötet
In Texas, Ohio und Oklahoma werden neuerdings Tierbetäubungsmittel bei Hinrichtungen eingesetzt. Beim bisher verwendeten Medikament gibt es Lieferschwierigkeiten.
WASHINGTON/HUNTSVILLE afp/dapd | Im US-Bundesstaat Texas ist erstmals ein zum Tode verurteilter Mörder mit einem Tierbetäubungsmittel hingerichtet worden.
Dem 46-jährigen Cary Kerr sei am Dienstag (Ortszeit) ein tödlicher Cocktail gespritzt worden, in dem unter anderem eine Dosis Pentobarbital enthalten gewesen sei, teilten die Justizbehörden mit. 16 Minuten später sei der Häftling für tot erklärt worden.
Texas ist damit nach Ohio und Oklahoma der dritte US-Bundesstaat, der Tierbetäubungsmittel bei Hinrichtungen einsetzt. Grund sind Lieferschwierigkeiten bei dem bisher verwendeten Medikament Thiopental.
Der hingerichtete Cary Kerr war schuldig befunden worden, 2001 eine Frau vergewaltigt und ermordet zu haben. Er hatte zuletzt versucht, mit einer Klage die Hinrichtung zu verhindern, weil er sich von seinem Anwalt nicht richtig vor Gericht vertreten fühlte.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert