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Epstein-Skandal in NorwegenEx-Regierungschef liegt im Krankenhaus

Thorbjørn Jagland, gegen den in Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal ermittelt wird, ist krank. Laut Anwalt ist das eine Folge zu großen Drucks.

Anne Diekhoff

Aus Härnösand

Anne Diekhoff

Thorbjørn Jagland gehört zu den zentralen Figuren in Norwegens eigenem Epstein-Skandal. Nun berichtet die norwegische Zeitung Verdens Gang (VG), dass der 75-Jährige derzeit im Krankenhaus behandelt wird. Das habe sein Anwalt Anders Brosveet bestätigt, schreibt die Zeitung am Dienstagnachmittag.

Gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes wird nach Bekanntwerden seiner Verbindung zu Epstein wegen Korruptionsvorwürfen ermittelt. Die Einweisung in ein Krankenhaus bezeichnete Brosveet laut VG „als eine Folge der Belastung für Jagland – im Zuge der Enthüllungen über seinen Kontakt zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein“.

Zugleich dementierte der Anwalt am Dienstag Berichte von zwei norwegischen Medien, wonach der frühere Generalsekretär des Europarats und Leiter des Nobel-Komitees versucht haben soll, sich das Leben zu nehmen.

Durch die Veröffentlichung weiterer US-Ermittlungsakten im Fall Epstein Ende Januar war bekannt geworden, dass Jagland und der 2019 in Haft zu Tode gekommene Jeffrey Epstein über viele Jahre zahlreiche Nachrichten ausgetauscht und sich mehrfach getroffen hatten. Dies war weit mehr, als Jagland selbst bis dahin an Kontakten eingeräumt hatte.

Die zuständige Ermittlungsbehörde Økokrim sah in dem Material, das aus den Akten hervorging, ausreichend Verdachtsmomente und eröffnete Ermittlungen wegen schwerer Korruption. Jagland und dessen Familie sollen demnach unter anderem Wohnungen Epsteins in Paris und New York genutzt haben. Am 12. Februar hatten die Ermittler in der Wohnung und zwei Ferienhäusern des Norwegers Hausdurchsuchungen durchgeführt.

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