: Entführer verzichten auf Lösegeld
Die Verhandlungen um die Freilassung der Passagiere dauern an
Neu Delhi/Islamabad (dpa) – Die Kidnapper des indischen Airbus mit 160 Passagieren haben gestern ihre Lösegeldforderung von 200 Millionen Dollar fallen gelassen. Sie verzichteten auch auf die Forderung nach Exhumierung und Übergabe eines getöteten Mitstreiters, verlangen jedoch weiterhin die Freilassung von 35 Gesinnungsgenossen aus indischer Haft. Dies meldete die afghanische Nachrichtenagentur AIP unter Berufung auf das Taliban-Regime aus der südafghanischen Stadt Kandahar, auf dessen Flughafen die Maschine seit Samstag steht.
Die Taliban, die laut Star News schockiert von der Lösegeldforderung waren, hatten sich in die Verhandlungen eingeschaltet und die Kidnapper überredet, von der Forderung nach dem als „unislamisch“ geltenden Lösegeld abzurücken. Die Geiselnehmer fordern weiterhin die Freilassung des Islamistenführer Masood Azhar aus indischer Haft. Indiens Regierung wollte sich gestern zunächst nicht zu der neuen Entwicklung äußern.
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