Konstruktive, aber schwierige Gespräche: Tarifverhandlungen gehen weiter: Die zweite Streikwoche an der Charité bricht an
Foto: Jörg Carstensen/dpa
An der Charité geht der Streik des Pflegepersonals am heutigen Montag in die zweite Woche. Parallel dazu sollen die Tarifverhandlungen fortgesetzt werden. Sowohl die Uniklinik als auch die Gewerkschaft Verdi bezeichneten die bisherigen Gespräche am Wochenende als „konstruktiv, aber sehr schwierig“. Verdi hatte am vergangenen Montag das Pflegepersonal an der Klinik zu einem unbefristeten Streik aufgerufen. Nachdem ein Gericht die Aktion für rechtmäßig befunden hatte, waren am Donnerstag die Verhandlungen wieder aufgenommen worden. Der Ausstand wurde auch am Wochenende fortgesetzt.
Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligen sich an Wochentagen zwischen 500 und 600 Mitarbeiter an der Aktion. Man wolle den Druck in den Verhandlungen aufrechterhalten, hieß es.
Die Versorgung der Patienten wird während des Streiks durch einen Notdienst gewährleistet. Ein Drittel der Betten steht allerdings nicht zur Verfügung. Zuletzt hatte die Gewerkschaft das Angebot von 80 zusätzlichen Krankenschwestern und Pflegern ausgeschlagen. Patientenschützer kritisierten indes, dass an Berliner Krankenhäusern immer mehr auf Kosten des Pflegepersonals gespart werde. (dpa)
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen