Die Wortkunde: Bekömmlich
DerRechtsstreit zwischen Bierbrauer Gottfried Härleund dem Berliner Verband Sozialer Wettbewerb geht in eine neue Runde. Es geht darum, ob auf den Etiketten von Bierflaschen das Werbewort BEKÖMMLICH stehen darf. Es bedeutet so viel wie gut verträglich oder gesundheitsfördernd. Das ist das Problem. Man befürchtet, dass dieses Wort Risiken verschleiert und die Käufer nicht ausreichend über Gesundheitsrisiken von Alkohol informiert werden. Die Frage ist nur, ob eine Umetikettierung Konsumenten wirklich zum achtsameren Umgang mit Alkohol bringt. Denn: Der Pro-Kopf-Konsum von Wein ist laut Statistik gestiegen, seit der Europäische Gerichtshof 2012 das Wort „bekömmlich“ auf den Flaschen verbot. VIV
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