Die Wahrheit: Au Bakken!
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über schreckliche Wintersportler erfreuen.
Um diese Zeit, beim Glotzen,
da könnt ich nur noch kotzen.
Stets wird von dürren Jungen
weit in den Schnee gesprungen.
Sie heben ab vom Bakken
mit Skiern an den Hacken,
sortieren ihre Glieder
und schweben, bis sie wieder
nach kurzem Ausflug landen.
Und wird der Sprung gestanden,
wobei sie auf den Planken
nicht selten heftig wanken,
dann gibt’s ob ihrer Weiten
Applaus von allen Seiten,
die Menge brüllt und trötet,
schwenkt Fahnen, johlt und flötet
und läutet Rindviehglocken,
weil sie so von den Socken –
in die ich mich verbeiße
und frag: Was soll die Scheiße?
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert