Die Wahrheit: Neues aus dem Alten Testament
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit. Heute darf sich die Leserschaft an einem Poem über neue Fragmente aus dem Alten Testament erfreuen.
Der Herrgott sprach am Sinai
des Morgens nach der Predigt:
„Seit Stunden juckt mein linkes Knie –
ich bin total erledigt.“
Der König Salomo war reich,
so reich wie hundert Scheiche.
Doch bat ihn wer um Geld, sogleich
schrie er erbleichend: „Weiche!“
Wenn ihr zu viele Krapfen fresst
(in üblem Fett geback’ne),
schickt euch der Herr die Beulenpest,
zumindest fiese Akne.
Als Noah wie ein Säugling schlief
im Bauche seiner Arche,
war’s Petz, der Bär, der fragend rief,
wer da so gottlos schnarche?
Bathseba sprach zu David: „Komm
Ins Bett zur Liebesfeier;
mit dir und mir und Absalom
wird’s ein gepflegter Dreier.“
Hoch oben auf dem Ararat,
da liegen sechs Buletten;
wer die da weggeschmissen hat,
der ist nicht mehr zu retten.
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen
meistkommentiert