Die Wahrheit: Die Weihnacht
Normalerweise ist donnerstags Gedichtetag auf der Wahrheit. An Heiligabend darf sich die Leserschaft an einem Poem über das Fest der Feste erfreuen.
Nicht ist die Weihnacht, wie die Menschen glauben,
Stillfromme Nacht, da uns ein Kindelein
Geboren ward im frohen Kerzenschein,
Derweil Schaf, Ochs und Esel grunzend schnauben.
Die Weihnacht ist wie eine Knoblauchzehe,
Die lange liegt und dann ins Essen springt
So wie ein Tiger: plötzlich. Und schon stinkt
Der schöne Eintopf wie der Schweiß der Rehe,
Die vor den Orcas fliehen und den Schlangen
In jenes Dickicht, da der Grizzlybär
„Wer jetzt kein Haus hat, der baut keines mehr“
Versonnen spricht zum Klang der Bambusstangen,
Die ihm die wilden Winde annoncieren,
Kling, klingeling. Frau Merkel würgt den Luchs.
Am rechten Bildrand koksen Floh und Fuchs.
So ist die Weihnacht: schwer zu illustrieren…!
Die Wahrheit auf taz.de
Die Wahrheit
ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit.
Die Wahrheit
hat den einzigartigen täglichen Cartoonstreifen: ©Tom Touché.
Die Wahrheit
hat drei Grundsätze:
Warum sachlich, wenn es persönlich geht.
Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.
Warum beweisen, wenn man behaupten kann.
Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert