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Deutsche bleibt die Größte

■ Feindliche Übernahme zweier Großbanken in Frankreich gerät ins Stocken

Paris (rtr) – Der Traum von der größten Bank der Welt mit Sitz in Paris muß noch ein wenig warten. Nach der französischen Bank Paribas hat auch das Institut Societé Générale das Übernahmeangebot der Banque Nationale de Paris (BNP) zurückgewiesen. Die Offerte der BNP liege nicht im Interesse der eigenen Aktionäre, erklärte die Societé Générale am Freitag nach einer Verwaltungsratssitzung. Es sei eine feindliche Übernahme und der gebotene Aktienkurs sei zu niedrig. Ferner wäre ein Konzern aus den drei größten börsennotierten Banken des Landes „unführbar“. Man wolle die schon früher geplante Fusion mit Paribas weiterverfolgen. Paribas hatte sich nach einer Sitzung des Verwaltungsrats am Donnerstag abend ähnlich geäußert.

BNP-Chef Michel Pebereau verteidigte das Übernahmeangebot für die beiden Banken, fügte aber hinzu, sein Institut könne auch Allianzen mit anderen Banken eingehen. Die BNP hatte das Übernahmeangebot am Dienstag überraschend abgegeben und erklärt, der Zusammenschluß diene dazu, die im europäischen und weltweiten Wettbewerb erforderliche Größe zu erlangen.

Auf der Basis der Schlußkurse vom Dienstag hatte die Transaktion ein Volumen von 66 Milliarden Dollar. Nach starken Kursanstiegen erhöhte sich der Wert inzwischen um gut 5 Milliarden Mark. Zusammen wären die drei Institute mit einer Bilanzsumme von 1,9 Billionen Mark die größte Bank der Welt – größer selbst als die Deutsche Bank nach dem Kauf des US-Riesen Bankers Trust.

Unabhängig vom Ausgang des Übernahmekampfes in Frankreich will die Dresdner Bank nach den Worten ihres Vorstandssprechers Bernhard Walter ihre Kooperation mit der BNP vertiefen. Die laufenden Gespräche würden fortgesetzt, sagte Walter der Süddeutschen Zeitung. Ein eigenes Filialnetz wolle die Dresdner anders als der hiesige Konkurrent Deutsche Bank in Frankreich nämlich nicht aufbauen.

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