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Deutsche Banken sollen Jakarta helfen

■ Indonesiens Suharto sichert Kohls Gesandtem baldige Reformen zu

Jakarta (AFP ) – Deutsche Banken sollen Indonesien nach dem Willen des Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Horst Köhler, bei der Bewältigung der Finanzkrise helfen. „Wir werden dem Bundeskanzler vorschlagen, die Banken in Deutschland zu einem konstruktiven Beitrag für eine Lösung des Problems der Auslandsverschuldung des Privatsektors aufzufordern“, erklärte Köhler gestern in Jakarta. Der frühere Bonner Finanzstaatssekretär war in den vergangenen Tagen als Sondergesandter Helmut Kohls zweimal mit Indonesiens Präsident Suharto zusammengekommen.

Eine schnelle Lösung der internationalen Verschuldung privater Unternehmen sei laut Köhler neben konsequenten Reformen entscheidend für die Bewältigung der Krise in Indonesien. Im Hinblick auf baldige Reformen zeigte sich Köhler zuversichtlich. Suharto habe ihm versichert, in Kürze erste Maßnahmen anzukündigen. Indonesien mußte vergangene Woche ein neues Sanierungsabkommen mit dem Internationalen Währungsfonds vereinbaren, nachdem Suharto ein vorheriges Programm nur halbherzig begonnen hatte. Deutsche Banken sind in Indonesien besonders stark engagiert. Das Land hat im Ausland rund 140 Milliarden Dollar Schulden.

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