: Der Straßenkater mit den feinfühligen Füßen
Nicht schlecht staunten badelustige Brasilianer, als sie am Strand von Rio de Janeiro einen recht begabten Balljongleur erblickten und bei näherem Hinsehen feststellten, daß es sich um keinen anderen als den frischgebackenen Weltmeister Romario handelte. Bei der WM hatte er sich auf dem Platz ob des defensiven Systems von Trainer Carlos Alberto Parreira und des „armseligen Fußballs“ einiger seiner Mitspieler gräßlich gelangweilt, wie er dem „Sport Zürich“ anvertraute, und auch zu Hause fand er es offenbar nicht allzu spannend. Im Gegensatz zu seinem Kollegen Bebeto, den er als „Stubenhocker“ bezeichnet, definiert sich Romario als „Straßenkater“. Beim FC Barcelona hatte er wegen seiner nächtlichen Diskothekengänge schon einige Kontroversen mit Trainer Johan Cruyff auszutragen, der die Eskapaden seines Torjägers allerdings im großen und ganzen toleriert. Dieser verweist darauf, daß er weder raucht noch Alkohol trinkt, aber eben leidenschaftlich gern tanzt, mit und ohne Ball. Im übrigen habe er die meisten Tore stets dann geschossen, wenn er am Abend zuvor ausgiebig den Tanzbodenkönig gespielt hatte. Foto: Reuter
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