: Der Hoffnungsträger der niedersächsischen CDU
Sebastian Lechner soll seine Partei erneuern – deshalb wird der Fraktionschef bald auch Landesvorsitzender
Sebastian Lechner, CDU
Sebastian Lechner ist der neue starke Mann der niedersächsischen CDU. Im Oktober übernahm der 42-Jährige den Vorsitz der Landtagsfraktion, im Januar soll er auch zum niedersächsischen Landesvorsitzenden gewählt werden. Nach dem desaströsen Abschneiden der CDU in der Landtagswahl hatten sowohl Bernd Althusmann, der Spitzenkandidat und Landesvorsitzende, als auch der Fraktionsvorsitzende Dirk Toepffer ihren Hut genommen.
Lechner ist Diplom-Volkswirt, Vater von drei Kindern und lebt mit seiner Familie in der Region Hannover in Neustadt am Rübenberge, wo er auch im Stadtrat sitzt. Dort bilden CDU und Grüne mit der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) eine Mehrheit.
Lechner ist seit 2001 Mitglied der Union und war zunächst in der Jungen Union aktiv. Nach dem Studium in Göttingen arbeitete er für die NBank in Hannover und als Vorstandsassistent beim Hamburger Bankhaus Marcard, Stein & Co – eine Zeit, die er nach eigener Auskunft als sehr prägend empfand, weil sie mitten in die Finanzkrise fiel. „Live miterleben und begreifen zu können, wie viel da auf dem Spiel steht und wie wichtig es ist, dass in so einem Moment die richtigen Leute an den richtigen Stellen sitzen, war eine wichtige Erfahrung für mich.“
Bei der Bundestagswahl 2009 trat er für die CDU im Wahlkreis Hannover-Land I an, unterlag jedoch der SPD-Kandidatin Caren Marks. 2013 jagte er erfolgreich dem SPD-Kandidaten Mustafa Erkan (SPD) den Wahlkreis Neustadt/Wunstorf ab. Seither gehört er dem niedersächsischen Landtag an.
Im Februar 2021 wurde er Generalsekretär der niedersächsischen CDU und trug damit auch Verantwortung für die letztlich erfolglose Wahlkampagne. Trotzdem wurde er Fraktionsvorsitzender und mit großer Mehrheit für den Landesvorsitz nominiert: Man traut ihm eine Erneuerung der Partei zu. Nadine Conti
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen