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Demos gegen Kohle

Mehrere Aktionen vor Beginn der Bonner Klimakonferenz geplant

Von Lukas Dörrie

Die Aachener Polizei rechnet bei den für Sonntag geplanten Protestaktionen gegen die Braunkohle im Rheinischen Revier mit weitgehend gewaltfreien Aktionen. „Wir gehen davon aus, dass ein Großteil der Demonstra­tio­nen und Mahnwachen friedlich bleibt“, sagte Polizeipräsident Dirk Weinspach am Freitag in Aachen. Bereits am Samstag beginnt um 12 Uhr am Bonner Münsterplatz eine Demonstration für Kohleabbau und Klimagerechtigkeit „für Menschen allen Alters“. Anlass der Proteste: Am Montag beginnen hier die 23. UN-Klimaverhandlungen unter dem Vorsitz der Fidschiinseln. Sie dauern bis zum 17. November.

Sorge bereitet der Polizei die nach ihrer Einschätzung gewaltbereite Besetzerszene im Hambacher Forst unweit des Tagebaus. Die Besetzer fürchten die bevorstehende Rodungssaison. 20 der 22 Unterkünfte in Baumhäusern sind offenbar gefährdet. Derzeit leben hier etwa 100 BesetzerInnen. Sie glauben, der Tagebaubetreiber RWE werde versuchen, direkt nach der Verhandlung einer Klage des BUND vor dem Kölner Landgericht in gut zwei Wochen mit der Rodung des Waldes zu beginnen. Dort soll der Tagebau entstehen.

Insgesamt sind am Tagebau Hambach zwei Demonstrationen und sieben Mahnwachen mit über 1.000 Teilnehmern geplant. Die Polizei erwartet, dass die Protestierenden in den Tagebau eindringen, um vor Baggern und Bandanlagen zu de­mons­trie­ren. Obwohl das Organisationsteam von „Ende Gelände“ und die Polizei auf Deeskalation setzen, kam es bei vergangenen Aktionen immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. „Bei der Räumung von Blockaden wurde viel Pfefferspray eingesetzt“, sagt Dorothee Häußermann, Sprecherin von „Ende Gelände“.

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