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Das kürzeste taz-Abo des Jahrtausends

Montag, 27. 12. 1999:

Herr Bernecker aus B. bestellt ein taz-Abonnement. Bzw. ein taz-Doppelabonnement, eins für die Tochter, eins für den Sohn. Allerdings unter der Bedingung, dass auf der Wahrheit-Seite „keine artikel mehr veröffentlicht werden, in denen nichtraucher wg wahrnehmung ihrer rechte lächerlich gemacht werden. Außerdem bitte ich, beim nächsten Artikel ähnlicher Art mein Abo zu stornieren.“Dienstag, 28. 12. 1999:

In der Wahrheit-Redaktion rauchen ... die Köpfe! Darf Autor Roth in seinem Text locker eine glimmende Zigarette erwähnen, oder ist das schon „ähnliche Art“? Immerhin inhaliert Roth in einem Café; darüber hinaus liest er dabei „Ein rundum tolles Land“ von Frank McCourt – Autor von „Die Asche meiner Mutter“. Vorsichtshalber wird die Passage gestrichen, und auch Arno Franks „Betrachtungen über die Schönheit der Tischfeuerzeuge“ fallen dem Zensor zum Opfer. Stattdessen wird Ralf Sotscheck mit der Planung einer Raucher-Schmähserie beauftragt („Schröder des Tages“).Mittwoch, 29. 12. 1999:

Hüstel. Tja.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen